~"Heimatliebe!"~Trotz vielen Jahren hier im freien Kanada...
habe ich mein Vaterland nie vergessen.
Ich bewahre es stets in meinem Herzen,
und fühle noch immer die tiefen Schmerzen.
Wenn ich nun etwas darüber schreibe,
werden einige vielleicht gleich denken:
wie kann man sich nach Deutschland sehnen,
und noch so viel Liebe der alten Heimat schenken.
Wir Deutschen hier im Ausland verstehn dies immer noch,
nur wenige in der Heimat können dieses Gefühl mit uns teilen;
sogar Streit deswegen kommt manchmal auf,
wenn wir zu Besuch in unserer alten Heimat weilen.
Ewig Gestrige nennen uns manche eigenen Deutschen nun,
wenn wir mit unseren Schwestern und Brüdern darüber reden;
Unsere alten Werte sind längst vergangen und überholt,
viele unserer Worte werden nicht verstanden und gehen daneben.
Wir versuchen im Ausland unsere Sprache zu erhalten,
doch in der Heimat wird heute "Denglish" gesprochen!
Deutschtümelei nennt man jetzt unsere altmodischen Wege,
denn, was haben wir Deutschen bloss alles verbrochen (?!)
Wörter wie Deutschtum, Vaterland und Heimat
werden selten gebraucht oder sind gar verpöhnt!
Wenn wir diese gern und ohne Bedenken benutzen,
werden wir lauthals vom eigenen Volke verhöhnt.
In die rechte Ecke will man uns nun dafür stellen,
weil wir unser Vaterland noch immer so sehr lieben.
Viele Werte unserer Mütter und Väter blieben uns erhalten,
all das wird aus der Heimat jetzt gründlich und restlos vertrieben.
Der Angriff auf alles, was deutsch erscheint oder ist,
durch die eigenen Deutschen findet vernichtend nun statt.
Das führt zur Selbstzerstörung unseres Volkes,
mehr, als mancher Fremde es je für uns geplant hat.
Dieser Zerfall unserer Kultur, unseres Deutschtums,
wird immer aktiver von unseren Menschen betrieben.
Mancher schämt sich heutzutage Deutscher zu sein,
weil jener von der kollektiven Schuld wird zerrieben.
All dies nagt an mir schon seit sehr langer Zeit,
aber es macht mich nur stärker und nicht schwach!
So schreibe ich meine Vaterlandsgedichte weiterhin...,
in der Hoffnung, dass manch' eigener Deutscher wird wach!
geschrieben von
Hartmut Reinsch
Toronto / KANADA
18. Jan., 2004
Anhang!
Dieses Gedicht schrieb ich aufgrund einiger Deutsche, die manche meiner Gedichte als "Deutschtümelei" oder "Rechts" betrachten; nur weil ich versuche, meine Heimats - und Vaterlandsgedanken in Gedichtsform auszudrücken! Seit meiner Kindheit lebe ich hier im freien KANADA, in dem sich jeder Bürger bei Recht frei ausdrücken kann; damit solltet ihr Deutschen in der Heimat doch eigentlich auch keine Probleme haben.
Diese Gedanken gehören mir und ich selbst glaube ganz fest an "Redefreiheit", und jeder sollte seine eigene Meinung haben dürfen, solange man keinem Menschen damit weh tut. Õfters muss ich mich in meinem Gästebuch oder in Briefen verteidigen, weil manch einer der Deutschen in meinem Vaterland sich komische Gedanken über meine Einstellung, als Auslandsdeutscher, und meine Schriften macht! Weil ich mir nichts "anhängen" und auch sonst nichts gefallen lasse, sollten sich diese Menschen beim lesen meiner Zeilen angesprochen fühlen.
Und andere Deutsche, die richtig verstehen, was es für mich bedeutet, nie wieder seit meiner Kindheit und Auswanderung mit meinen Eltern, in Deutschland gewesen zu sein, sollen wissen, dass ich meine Heimat - und Vaterlandsgedichte auch weiter schreiben werde! Denn für diese verständnissvollen Deutschen in der Heimat und unsere Millionen von Auslandsdeutschen auf dieser Welt, die ihre Heimat auch noch lieben und stolz auf ihre deutsche Herkunft, Traditionen, Brauchtum und Deutschtum sind..., für sie alle schreibe ich meine Gedichte.
Die Schimpfer, Höhner, Spötter und Nestbeschmutzer, die sich heutzutage nur schämen Deutsche zu sein, wegen unserer, uns aufgezwungenen, kollektiven "Alleinschuld", können von mir aus ihren eigenen Weg gehen!
Denn viele andere Heimat liebenden Deutschen im Ausland und im Vaterland haben auch kein Verständnis für Leute, die sich für ihre eigenen Ahnen bis in die Ewigkeit schämen wollen! "Lasst die Verständnislosen weiterhin in ihrem Scham...!" Wir Kinder brauchen uns nicht unserer Eltern und Grosseltern, erst recht nicht 59 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg, zu schämen! Lasst uns gemeinsam in die Zukunft schauen und unseren Ahnen gedenken! Es anders zu tun, wäre eine Schande!
MfG
Hartmut Reinsch
aus dem freien KANADA
Jan. 2004
~"An mein Magdeburg!"~ ~"Heimweh!"~
Da ich während des Krieges in Magdeburg 1943 geboren wurde, war es zu dieser Zeit besonders schwer für unsere liebe Mutter, sich alleine für ihre zwei Jungs, meinen älteren Bruder und mich durchzuschlagen. Unser Vater war in Mittenwald bei seiner Ausbildung und danach bei der Pioniere und ging zum Ende des Krieges in die Gefangenschaft, in das Lager von Attichy in Frankreich. Er hatte immer dieses zerknitterte Bild von seinen zwei Jungs an sich, bis zur Entlassung vom POW Lager nach Kriegsende.



Aus der Kriegszeit mit Mutter in Magdeburg... und ein Bild von meinem ersten Hund Putzie..., 1949 im Ort Lindhorst, Ost Deutschland.



In meinem 6. Lebensjahr, nach unserer Flucht von Magdeburg im Osten Deutschlands, nach dem Westen in Berlin in 1949, landete ich mit meiner Familie in Waldfischbach/Pfalz. Wir lebten dort bis zur Auswanderung nach KANADA in 1957-58. In dieser Ortschaft fand ich meine zweite Heimat und ein paar Freunde, als ich eingeschult wurde und aufwuchs. Doch habe nie meine Kindheit in Ost Deutschland, meine Heimatstadt Magdeburg und zum Schluss den kleinen Ort Lindhorst (etwas nördlich von Magedeburg) vergessen. So werde ich diese Zeit immer in meinem Herzen bewahren und auch nie vergessen, welche Opfer unsere Eltern für ihre Familie brachten, um wieder in der Freiheit leben zu können.
Hier in Kanada, das Land der Kinder und Kindeskinder fand unsere Familie die Freiheit und endlich den Frieden wieder.
Hartmut Reinsch ©
Toronto, Jan. 18. 2004








